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Drei GWG-Häuser müssen abgebrochen werden

Unerwartete Probleme traten in diesen Tagen im Wohngebiet Hermann-Löns-Weg auf. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte eG (GWG) plante, in einem 1. Bauabschnitt die Wohnhäuser Nr. 6, 8 und 10 umfassend zu modernisieren und gleichzeitig neuen Wohnraum durch An- und Umbaumaßnahmen zu schaffen.

Das Planungsaus kam nun für alle Beteiligten unerwartet und überraschend. Bei umfangreichen Untersuchungen stellte das zwischenzeitlich beauftrage Ingenieurbüro für Tragwerksplanung fest, daß die Fundamente der in den 50er-Jahren errichteten Gebäude erheblich schmaler ausgeführt wurden, als in der Originalstatik vorgesehen und daß eine drastische Unterdimensionierung der Bewehrung vorliegt.

Diese Offenbarungen kamen auch deshalb überraschend, weil vor Beginn der Planung durch das Team um Prof. Ahnesorg diese Ergebnisse bei ersten Grundlagenermittlungen nicht zu Tage gefördert worden waren. Erst zunächst zufällig bemerkte Abweichungen zweier Parameter und das logische und akribische Vorgehen der Tragwerksingenieure brachte Überraschendes ans Tageslicht. Die rechnerische Tragfähigkeit der drei Wohnhäuser ist und war niemals gegeben. Bereits bei der Errichtung 1954 stimmten Ausführung und Berechnungen schon nicht überein und das Bauvorhaben erfüllte schon damals nicht die gültige Baunorm. Unentdeckt blieb dieser Zustand wohl offensichtlich deshalb, da eine Überwachung der Bauleistungen nicht gesetzlich vorgeschrieben war, erst Anfang der 60er-Jahre zur Pflicht wurde.

Die Situation ist für die GWG-Verantwortlichen alles andere als angenehm. Müssen sie den Bewohnern ausgerechnet noch vor Weihnachten die Hiobsbotschaft überbringen, daß der rechnerische Standsicherheitsnachweis leider nicht erbracht werden kann und demzufolge die Wohnungen geräumt werden müssen. Insgesamt sind hiervon neun Mieter betroffen. Die übrigen Wohnungen stehen leer. Sie wurden im Hinblick auf die ursprünglich vorgesehen Maßnahmen nach Freiwerden nicht wieder vermietet.

Wenn auch der Tragwerksplaner Prof. Dr. Hempel in einer Besprechung am 6. Dezember versicherte, daß keine akute Einsturzgefahr bestehe - immerhin haben die Wohnhäuser bereits 45 Jahre überstanden ohne eingestürzt zu sein - so hat der Vorstand der Genossenschaft im Rahmen seiner Zuständigkeit und Fürsorge die Verantwortung für Leib und Leben der Bewohner und dort sich aufhaltender Dritter. Das Bekanntwerden der Standsicherheitsprobleme löst zwangsläufig diese Rechtspflichten zum Handeln aus, deren Nichtbeachtung gravierende strafrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen haben könnte. Man ist deshalb gehalten, alles Mögliche zu veranlassen, um Leib und Leben der Mieter oder sonstiger Dritter vor den vermuteten Gefahren und den sich daraus ergebenden Risiken zu schützen.

Die Bewohner wurden jetzt unverzüglich über die mangelnde Standsicherheit persönlich und schriftlich informiert und ihnen nahegelegt, kurzfristig in freie Wohnungen innerhalb des Quartiers zu ziehen. Diese wurden als Ersatzwohnraum für die Modernisierungsphase freigehalten und stehen sofort zur Verfügung. Die GWG bietet ihren Mitgliedern dabei alle erdenkliche Hilfe an, sei es beim Umzug, der Renovierung der Ersatzwohnung oder bei persönlichen Schwierigkeiten.

Wie es weitergehen soll, wird in Kürze von den Gremien der Genossenschaft beraten werden. Ein Abbruch der Gebäude wird sich wahrscheinlich nicht umgehen lassen und zwangsläufig Neubauplanungen nach sich ziehen.

Die drei betroffenen Gebäude wurden seinerzeit zusammenhängend und von einem Bauunternehmen errichtet. Die GWG geht zur Zeit davon aus, daß weitere Gebäude von der Misere nicht erfaßt werden, insbesondere nicht die acht Wohnhäuser Am Lenningskamp/Holzener Weg.

Schwerte, 07.12.1999 / Jürgen Tekhaus

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