7 Lars Podchull blickt dabei bewusst über das laufende Jahr hinaus: „Wir beschäftigen uns bei jedem Bauabschnitt damit, wie Menschen in zwanzig oder vierzig Jahren wohnen wollen und was sie sich leisten können. Das beeinflusst jeden Grundriss, jeden Wohnungsmix, jede Entscheidung.“ Am Rosenweg bedeutet das konkret: mehr kleinere Wohnungen für Einzelpersonen und Paare, aber auch größere Einheiten für Familien. Ein Angebot, das verschiedene Lebensphasen abdeckt. Dass sich das Projekt trotz schwieriger Rahmenbedingungen wirtschaftlich trägt, ist kein Zufall. Die GWG hat frühzeitig geplant, Aufträge rechtzeitig vergeben und kann einen erheblichen Teil aus Eigenkapital finanzieren. „Wir müssen uns nicht am Kapitalmarkt bedienen wie viele andere“, erklärt Podchull. „Das gibt uns eine Handlungsfähigkeit, die in diesem Marktumfeld nicht selbstverständlich ist.“ Grobe sieht darin das Ergebnis jahrzehntelanger Disziplin: „Was wir heute investieren können, ist das Ergebnis von Entscheidungen, die wir vor 20 oder 30 Jahren getroffen haben. Damals haben wir auf Qualität gesetzt, auf nachhaltige Bauweise, auf langfristiges Denken. Das zahlt sich jetzt aus.“ Der Rosenweg ist das sichtbarste Beispiel dafür. Aber er ist mehr als ein Bauprojekt. Er ist ein Bekenntnis zu Schwerte, zu bezahlbarem Wohnraum und zur genossenschaftlichen Idee.
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