GWG Schwerte Geschäftsbericht 2025

28 Entwicklung der Branche und des regionalen Wohnungsmarktes Die Wohnungsbauinvestitionen gingen im Jahr 2025 preisbereinigt um insgesamt 2,4 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Die hohen Baukosten wirkten sich weiterhin negativ auf die Investitionstätigkeit aus. Obwohl die Preisanstiege im Jahr 2025 nachließen, bleiben die Baupreise auf einem sehr hohen Niveau. Sie legten seit dem Jahr 2019 um ca. 48 % zu. Im Jahr 2025 dürften nach den letzten Schätzungen die Genehmigungen für rund 239.000 neue Wohnungen auf den Weg gebracht worden sein. Es wurden somit 11% mehr Wohnungen bewilligt als im Jahr zuvor. Damit hat sich der dramatische Abwärtstrend der Vorjahre umgekehrt. Im Jahr 2025 wurden letztendlich schätzungswiese 218.000 Wohnungen fertiggestellt. Für das Jahr 2026 ist auf Grundlage der Entwicklungen bei den Genehmigungen ein weiterer Rückgang auf 200.000 neu errichtete Wohnungen zu erwarten. Dies entspricht einem weiteren Rückgang um 8 %. Erst 2027 wird eine Trendwende zu wieder steigenden Fertigstellungen erkennbar werden. Derzeit gestalten sich die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau weiter schwierig. Trotz der erfolgten Zinskorrektur trifft ein hohes Preisniveau bei den Bauleistungen auf eine durch die Haushaltslage bedingte Unklarheit bezüglich der zukünftigen Förderkonditionen. Diese schwierigen Rahmen- bedingungen für den Wohnungsneubau schlugen sich 2025 bei den Genehmigungen im Wohnungsneubau nieder. Mit Blick auf Baupreisentwicklung, Verfügbarkeit von Baustoffen und Fachkräftemangel sind die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau nach wie vor sehr herausfordernd. Der Wohnungsmarkt in Schwerte ist seit vielen Jahren als angespannt zu bezeichnen, da die Nachfrage bei Weitem das Angebot übersteigt. Insbesondere für die Nachfragegruppen Familienhaushalte, ältere Haushalte sowie einkommensschwache Haus- halte wird zusätzlicher Wohnraum dringend benötigt. Höhere Energiepreise, steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belasten immer mehr Haushalte. Es ist zu erwarten, dass die Fluktuation auf niedrigem Niveau verbleibt, da die Menschen die wirtschaft- liche Entwicklung abwarten und in ihrer angestammten Umgebung bleiben.

RkJQdWJsaXNoZXIy NjAxNTI=