Seite 7 Im Rechnungswesen hat sich auch ein Tandem gefunden. Martina Reinhold hat bei der GWG fast alles erlebt, die Zeit ohne Computer, mit Papier und Bleistift, den stetigen Aufbau des Unternehmens, Jahrzehnte voller Verantwortung, die sie mit großer Sorgfalt und Verbundenheit zum Unternehmen getragen hat. „Für mich ist diese Phase gut, weil das Wissen nicht verloren geht. Ich gebe es weiter und habe jemanden, mit dem ich die Themen ausführlich besprechen kann.“ Für Carolin Wüstenfeld, die die GWG bereits als Prüferin kannte, beginnt dieser Neustart mit einem klaren Gefühl: Was beide Tandems verbindet, ist die Zeit, die sie füreinander haben. Elf Monate arbeiten Martina Reinhold und Carolin Wüstenfeld parallel, bei Birgit Theis und Nadine Stiens sind es anderthalb Jahre. Kein hastiger Stabwechsel, sondern ein bewusst gestalteter Wechsel, in dem Wissen nicht nur dokumentiert, sondern im Alltag weitergelebt wird. Für die Neuen bedeutet das vor allem eines: Sicherheit und Orientierung. Fragen sind willkommen, kurze Wege selbstverständlich, offene Türen keine Ausnahme. Nadine Stiens schätzt dabei besonders den Grundsatz, den sie vorfindet: „Diese Bereitschaft, Neues auszuprobieren, finde ich großartig.“ Für sie war die Entscheidung für die GWG auch eine bewusste Entscheidung für das genossenschaftliche Modell. „Wenn Wohnungswirtschaft, dann Genossenschaft“, sagt sie. „Weil es nochmal einen anderen Blick auf die Dinge wirft.“ Gemeint ist der Blick auf die Mieterinnen und Mieter, die hier zugleich Mitglieder sind. Menschen, keine Kunden. Eine Herangehensweise, die sich im Alltag bemerkbar macht, in Entscheidungen, in Gesprächen, im Miteinander. Birgit Theis bringt es auf den Punkt: „Letztendlich ist es auch die demokratischste Unternehmensform. Ein Mitglied, eine Stimme.“ Hier merkt man vom ersten Tag an, dass man willkommen ist. Das macht den Unterschied und den Einstieg leicht.
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